die Woche

Tja was soll ich da erzählen. Wiedermal war ich der Star. Ein herrliches Gefühl, ich bin richtig gewachsen. Die Schwägerin meiner Wirtin hat mir sehr geholfen. Sie ist der Meinung meine Wirtin ist arbeitsfaul und will nur nicht. Sie mußte sich mal wieder rechtfertigen. Dabei war die Schwägerin es schuld, dass sie die letzten 6 Wochen in der Tagesklinik war. Ich hab mich richtig gefreut. Der Psychiater hatte ihr die Wahl gelassen. Entweder Tagesklinik oder er weist sie Stationär ein, so wunderbar tief war sie. Ich konnte alle Register ziehen. Von rot leuchtenden Hochhäusern bis blinkende Brückenpfeiler war alles möglich. Dazu kam dann noch ein kranker Ehemann und eine leicht motzige 17jährige mit ihrem angepissten Freund. So stark war ich das letzte mal vor der Tagesklinik. Traumhaft! Den Schlaf konnte ich ihr nehmen und Albträume senden. Meine Energie nimmt wieder zu. ich erzähl euch die nächsten Tage mal von den Träumen. Die sind richtig gut gelungen. vielleicht erzähl ich euch auch mal wie ich in meine Wirtin schlüpfen konnte. Bis bald!

12.10.14 12:07, kommentieren

Schlafstörung der Wirtin

Das Wochende war für mich nicht so schön. Meine awirtin hat sich gut gefühlt. Also musste ich mir etwas einfallen lassen. Als sie schlief habe ich ihr böse Träume beschert. Sie wachte jede Stunde auf und konnte dadurch den Sonntag nicht wirklich genießen. Am Morgen war sie dann soweit, dass sie heulte. Es tat richtig gut und ich konnte wieder ein Stück wachsen. Blöd war, dass sie am Nachmittag gemalt hat. Das kann ich nicht leiden, denn dadurch wird sie immer so ruhig und kann ihre Gedanken lenken. Kein Schwindelgefühl durch den Wirrwar im Kopf aber das hole ich nach. Ich verspreche es.

6.10.14 11:49, kommentieren

Wochenende

Meine Wirtin hat sich gestern über mich beschwert. Sie konnte nicht richtig "denken". Dabei kann sie sich gar nicht sicher sein es ohne mich zu können. Ich bin immer schuld. Ich mein mich stört es nicht aber so wird sie mich nicht los. Heute Nacht hab ich sie wiedermal nicht schlafen lassen. Ich mag die dunklen Ränder unter ihren Augen. Nun fährt sie gleich in den Garten und hat sich aufgeschrieben was sie alles mitnehmen möchte. Blöder Trick aber ich werde schon einen Weg finden. Später erzähle ich euch wie sie in Hektik verfallen ist und wie das Einkaufen war. Da wird mir Panik zu Hilfe kommen. Wir verstehen uns super! Panik ist ne tolle Freundin. Meine Wirtin wackelt schon bei dem Gedanken an die vielen Menschen. Es ist herrlich sich in der Unruhe auszubreiten und sie noch so richtig anzustacheln. Bis nachher.

4.10.14 08:42, kommentieren

Hallo, ich bin die Depression

Ich sollte mich erstmal vorstellen, denn nicht jeder kennt mich. Ich bin die Depression. Ich bin ähnlich einem Parasiten. Ich hänge mich an eine Person und lebe glücklich und zufrieden bis diese Person anfängt mich zu verdrängen oder ich mein Ziel - den Suizid - erreicht habe. Mich mag man nicht aber das ist mir egal. Manchmal werde ich boßhafterweise von Medikamenten unterdrückt, als hätte ich nicht auch Rechte. Mein Wirt erhält von mir viele tolle Dinge. Tränen oder innere Unruhe. Ganz toll wird es, wenn die Panik oder auch Angststörung hinzu kommen. Wir feiern oft Partys und lassen es dann sorichtig krachen. Mein Wirt ist eine Frau in den mittleren Jahren. Sie hat eine Familie. Das ist für mich eine besondere Herausforderung. Vor allem ihre Hunde lenken sie immer wieder von mir ab. Das ist nicht nett, denn ich will sie für mich ganz allein. So, ab morgen werde ich euch meine Tage und Nächte erzählen, vielleicht habt ihr ja auch Lust auf einen Besuch von mir. Bis morgen also :-) .

2.10.14 20:12, kommentieren